Burg Alara & Alarahan: Wo die Karawanenstraße auf den Felsen traf

📅 Juni 15, 2026

Burg Alara & Alarahan: Ein seldschukischer Knotenpunkt am Alara-Fluss

Etwa 35 Kilometer westlich von Alanya, wo sich der Alara-Fluss zum Meer hin durch das Tal schneidet, liegen zwei seldschukische Bauwerke in Sichtweite zueinander. Auf dem Talboden steht Alarahan, eine Karawanserei am Wegesrand aus dem Jahr 1232; darüber, auf einem steilen Felssporn, bewachen die Ruinen der Burg Alara die alte Route zwischen der Küste und dem anatolischen Hinterland. Zusammen ergeben sie einen halben Tag, für den sich ein Verzicht auf den Strand lohnt.

Alarahan: Unterkunft für die Karawanen

Sultan Alaeddin Keykubad I. ließ Alarahan 1232 als eine von vielen befestigten Herbergen entlang der Handelsstraßen seines Reiches errichten. Händler und ihre Kamele rasteten hier über Nacht, geschützt hinter dicken Steinmauern, bevor sie ins Landesinnere aufstiegen. Mit Seide, Gewürzen und anderen Waren zwischen den Häfen und den Märkten Zentralanatoliens unterwegs, brauchten diese Karawanen verlässliche Stationen im Abstand von etwa einer Tagesreise, und der Han von Alara war eine davon. Das Gebäude wurde restauriert, und heute beherbergen seine kühlen, gewölbten Räume kleine Kunsthandwerksläden und ein Restaurant, sodass man durch dieselben Bögen wie einst die Händler wandeln und sich danach im Schatten zum Essen niederlassen kann.

Die Burg und ihre in den Fels gehauene Treppe

Der Aufstieg zur Burg Alara gehört zum Erlebnis. Eine schmale Tunneltreppe, direkt in den Fels gehauen und selbst mittags düster, führt den Felsen hinauf zu den oberen Verteidigungsanlagen. Die Stufen winden sich beim Aufsteigen, sodass das Tageslicht am Eingang rasch hinter einem verblasst. Oben findet man Wachtürme, tiefe Zisternen, in denen einst das Wasser der Besatzung gelagert wurde, und ein kleines Bad, in dem sich die Soldaten waschen konnten. Die Festung war nie eine Stadt, sondern nur Aussichtspunkt und Stützpunkt über dem Flussübergang. Der Lohn für die Kletterei ist ein weiter Blick über das grüne Flusstal und hinaus auf das Mittelmeer.

Höhepunkte

  • Die Karawanserei-Halle: gewölbter Innenraum von 1232, heute mit Läden und einem Restaurant.
  • Die in den Fels gehauene Tunneltreppe: ein düsterer Aufstieg aus Werkstein zur Burg, am besten mit Taschenlampe.
  • Türme und Zisternen: Verteidigungsanlagen und Wasserspeicher auf dem Gipfel.
  • Das kleine Bad: ein winziges Hamam hoch oben auf dem Felsen.
  • Tal- und Meerespanorama: der Alara-Fluss, der sich zur Küste hinunterwindet.
Pro tip: Nimm eine Handy-Taschenlampe oder eine kleine Lampe mit und trage Schuhe mit gutem Profil. Die Tunneltreppe ist wirklich dunkel und der Fels kann rutschig sein, daher gelingt der Aufstieg mit sicherem Tritt und eigenem Licht deutlich leichter.

Anreise & Planung Ihres Besuchs

Die Stätte liegt rund 35 Kilometer westlich von Alanya in Richtung Side, ein kurzer Abstecher von der Küstenstraße und von der Hauptstraße aus ausgeschildert. Mit dem Auto sind es etwa 120 Kilometer östlich des Flughafens Antalya (AYT) und rund 35 Kilometer vom Flughafen Gazipaşa-Alanya (GZP). Planen Sie ein paar Stunden ein: Beginnen Sie bei Alarahan und gehen Sie dann zur Burg für den Aufstieg hinüber. Tragen Sie festes Schuhwerk und nehmen Sie Wasser mit, besonders im Sommer.

Seven Tours bietet geführte Ausflüge an, die Alarahan und die Burg Alara mit weiteren seldschukischen Stätten im Hinterland von Alanya verbinden, sodass ein einheimischer Guide die Geschichte erläutert, während Sie sich auf die Ausblicke konzentrieren. Fragen Sie uns nach einem ruhigen, geschichtsträchtigen Tag abseits der Ferienorte.

Muss man sehen

Places to Visit & Recommended Tours

📍 Burg Alara & Alarahan

Rund 35 Kilometer westlich von Alanya, am Alara-Fluss, liegt Alarahan, eine seldschukische Karawanserei aus dem Jahr 1232, errichtet unter Sultan Alaeddin Keykubad I., um Handelskarawanen auf dem Weg ins Landesinnere zu beherbergen. Die restaurierte Halle birgt heute Kunsthandwerksläden und ein Restaurant. Auf einem steilen Felsen über dem Fluss erreicht man die Burg Alara über eine düstere, in den Stein gehauene Tunneltreppe, die an Türmen, Zisternen und einem kleinen Bad vorbei zu weiten Blicken über Tal und Meer hinaufführt. Ein ruhiger, geschichtsträchtiger halber Tag abseits der Strände.